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Fahrt
von Kiew nach
Wlasovka
Wir
machten uns
eines Tages mal
wieder nach getaner Arbeit mit dem Auto auf den langen (ca.300km) Weg
von Kiew nach Wlasowka auf, wo Schnitzelbergow ein Haus auf dem Lande
sein Eigentum nennt.
Wlasowka ist ein
kleines
Städtchen in der Nähe von Krementschuk, ca. 10km von der Stadt
Swetlawodsk entfernt, am Ende eines Stausees mit einer Größe von 2.252km² der von dem
Fluss
Dnjepr gespeist und zu Erzeugung von Elektrizität benutzt wird.
Vorbei am Flughafen
Borispol
Richtung Süden mussten wir noch einen Abstecher zu einem Bekannten auf
einem ganz kleinen Dorf machen (ca. 45km von Kiew entfernt), in dessen
Nähe sich auch eine Tankstelle befindet, in der die Kraftstoffpreise
günstiger als in Kiew angeboten werden.
Was wir dort
endeckten, würde
bei jeden Deutschen Polizisten die Dienstmütze zum Kreiseln bringen und
jeden Kiffer das Herz höher schlagen lassen.
Entlang der Straße
die durch das Dorf führte, standen Hanfbüsche am Wegesrand.
Das musste natürlich im Bild festgehalten werden: |
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| Prof.
Dr. Jani Snaju... |
freut
sich mit Dima... |
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und
Schnitzelbergow auf die wissenschaftliche Untersuchung. |
Unserem
Bekannten auf das Hanf angesprochen, sagte er, das das "Kraut"
öfters von Jugendlichen "benutzt" würde. Die Wirkung wäre aber nicht so
stark.
Da habe ich nur
gedacht: "Naja, wenn es nichts kostet"...
Bei diesem Thema
kamen wir auch auf die Drogengesetze der Ukraine zu
sprechen, welche wohl sehr hart sein müssen.
Es wurde uns
gesagt, wer mit
Drogen in der Tasche erwischt wird, wird sofort verhaftet und muss sich
auf eine Gefängnisstrafe einstellen.
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Nach
dem Tanken
ging es dann
weiter Richtung Süden, wo auch gleich das nächste Erlebnis wartete,
obwohl das Fahren auf so einer langen Strecke an sich ein Abenteuer
bedeutet, vor allem die Überholmanöver.
Wir wurden von der
Miliz
angehalten, die der Ansicht war, wir hätten die durchgezogene
Mittellinie der Straße überfahren.
Nach einer halben
Stunde
diskutierens machte Schnitzelbergow Fotos von dem Ort des Geschehens
und erklärte den Polizisten das er in Wlasovka wohnen würde und sie
sich wohl demnächst zu einem Gerichtstermin dort einfinden müssten. (
In der Ukraine ist der
Gerichtsstand dort, wo der Beklagte seinen Wohnsitz hat.)
Nun bekamen die
Milizionäre
kalte Füße. Nach einer weiteren halben Stunde Diskussion einigte man
sich auf eine Flasche guten Wodkas, von dem wir einige im Wagen hatten
und nach
Wlasowka mitbringen wollten.
Das
ist typisch Miliz, ganz ohne irgendetwas geht man nicht auseinander.
Bestechung führt auf dem Lande meistens NOCH zum Erfolg, in Kiew allerdings lässt sich da kaum noch etwas machen, da
kann hartnäckiges Verhandeln um die Höhe der Strafe mehr bringen.
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Auf
der weiteren Reise fand sich
ca. auf Hälfte der Wegstrecke an der Straße eine große Ansammlung von
Kiosken, kleinen Buden und Zeltständen ein, wo den Reisenden sehr preiswert
alles mögliche angeboten wird, vor allem Getränke und Speisen.
Sozusagen keine Raststätte, sondern ein "Rastbasar".
Interessant ist
übrigens, das an den kleinen Straßenkiosken, die sich entlang einer
solchen Reiseroute befinden, die angebotenen Sitzgelegenheiten benutzt
werden dürfen um selbst mitgebrachte Speisen zu verzehren. Es wird
allerdings erwartet, das die Getränke dann am Kiosk
gekauft werden. |
Abends,
es war
schon dunkel,
erreichten wir ca. 45km vor Wlasowka einen großen Fischbasar, der
höchstens 50m vom Dnjepr entfernt ist und beschlossen dort etwas
Fischhaftiges einzukaufen.
Der Fischbasar
bestand aus einer
"Kreuz und Quer" angebrachten Sammlung von Zelten und Planen, die dicht
an dicht standen. Zwischen den einzenen Ständen waren Planen zur
Überdachung angebracht, der Boden vollkommen zermatscht und mit großen
Schlammpfützen überzogen. Damit man halbwegs trockenen Fußes von einem
Stand zum anderen gelangen konnte, wurde der Wassermatsch mit Bohlen
und Brettern überbrückt, die sich aber meistens tief in die Pfützen
senkten, wenn sie betreten wurden.
In diesem Irrgarten
fanden wir
dann den unten abgelichteten Fischverkäufer, der sich erst gar nicht um
uns kümmerte, sondern leicht Alkoholisiert wie wild um sich
telefonierte, um jeden zu erzählen, was für einen tollen Wels er
gefangen hätte. |
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Ihm
kauften wir
dann ein gutes
Stück Wels ab und erwarben von einem anderen Stand auch
Flußkrebse, die noch am gleichen Abend in Wlasovka frisch zubereitet
wurden. |
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