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Die
Ukrainische
Küche
Die Ukrainische Küche ist
mit ihren Rezepten und Speisen sehr vielseitig, und wegen
ihres guten Geschmacks in
der ganzen Welt bekannt.
Diese Vorzüge sind
vor allem den verschiedenen Zubereitungsarten zu verdanken.
Für einen guten
Borschtsch sind schon mal bis zu 20 Zutaten erforderlich,
die nicht nur gekocht, sondern auch angebraten und gedünstet werden.
Fleisch und
Fischgerichte werden gekocht, gedünstet, gebraten und
gebacken, oder es wird eine Suppe daraus zubereitet.Auch sehr beliebt
sind Mehlspeisen wie Plinsen, Galuschki und auch Wareniki und
Pelmeni, dessen Rezepte aber mehr von der russischen Küche übernommen
wurden.
Durch den Austausch
mit den damaligen Sowjetrepubliken sind natürlich
die Speisekarten ein wenig vermischt worden, was aber die
Vielseitigkeit in der Ukrainischen Küche noch zusätzlichen Auftrieb
gegeben hat. |

Wenn der
Ukrainer
ins Grüne oder auf die Datsche fährt, ist ein
Abend ohne Schaschlik und Wodka eigentlich undenkbar. Dazu kommt dann
selbstgezogenes Gemüse, wie Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Paprika,
Kartoffeln und alles mögliche, was im Garten angepflanzt werden kann.
Brot darf ebenfalls nicht
fehlen. Falls ein Fluß oder See in der Nähe ist, wird geangelt und es
gibt die
Berühmte "Ucha", eine Fischsuppe, die über ein hohes Suchtpotential
verfügt, oder es werden Flußkrebse frisch zubereitet.
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Die
Begriffe
Fett/Kalorienarm
und Cholesterinspiegel sind übrigens in
der (volkstümlichen) ukrainischen Küche eher unbekannt. Der Kuchen ist
zuckersüß, das Kotelett wird mit ausgelassenem Speck gebraten und
natürlich darf reichlich Smetana (eine Art Schmand bis zu 40%
Fettanteil) bei vielen
Speisen nicht fehlen.
Und die beiden Brüder Speck und Wodka sind enge Verwandte einer
ukrainischen Familie, die, wie allgemein bekannt sein sollte, in guten
wie in schlechten Zeiten immer zusammenhält.
Schmeckt
alles sehr gut, gibt aber seinen Rettungsring mächtig Auftrieb.
Habe ich schon
erwähnt, das Knoblauchfans sich freuen dürften? Und wenn
man dann schon da ist, unbedingt eine der vielen Wurstsorten probieren
- es lohnt sich! |
Zu
den ganzen
Speisen und Rezepten bzw. Lebensmitteln muss aber noch etwas
grundsätzliches gesagt werden. Wir Westeuropäer, die von der
industriell hergestellten Nahrung leben müssen, wissen gar nicht mehr,
wie ein natürlich gewonnenes Lebensmittelprodukt schmeckt.
Ein bestes
Beispiel stellt der berühmte Ukrainische Speck dar. Am
liebsten aus einer Hausschlachtung, zergeht dieser auf der Zunge.
Oder das Schweinefleisch für das Schaschlick - Salz, Pfeffer - und
schon schmeckt das richtig gut.
Frisch aus dem
Garten schmeckt die Tomate tomatig, Petersilie
Petersilich, Schnittlauch Schnittlauchig - nicht
nach
Turbogezüchtetes Holland, Wasser, Pestiziden,
Lagerzeitüberschreitung, Kühlschäden und irgendwie nach "Nichts" mit
viel Salz.
Sie werden mit
einer Träne im Auge an Ihrer heimatlichen Fleischtheke /
Gemüseabteilung stehen und an die Ukraine zurückdenken. |
| Und
damit Sie auch
gleich Kreativ werden können, stehen weiter
unten ein paar Kochrezepte zum ausprobieren. Natürlich sollten Sie
versuchen eigene Variationen der Zubereitung zu entwickeln, damit es
auch "Ihr" Rezept wird. |

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Kochrezepte
der Ukraine
Fischsuppe
( Ucha )

Rezept
- Zutaten für Fischsuppe (Ucha):
Insgesamt 1 - 1,5kg
Flußfische wie z.B. Barsche, Kaulbarsche, Rotfedern, Rotaugen, Hecht,
Zander etc.
300g
Kartoffeln
2 Zwiebeln
(nicht zu klein)
1 Stange Lauch
1 Karotte
Salz
6 zerdrückte
Pfefferkörner
2
Petersilienwurzeln mit Grün
Dill
2 Lorbeerblätter
ca. 1,8l kochendes
Wasser
Salz
Zubereitung:
Fische abschuppen,
ausnehmen und säubern.
Fischköpfe und
Fischschwänze abschneiden (Nicht wegwerfen!).
Den verbleibenen
Fisch in ca. 4-5cm große Stücke schneiden
Kartoffeln schälen
und würfeln.
Karotte und
Petersilienwurzel ohne Grün in Scheiben schneiden.
Lauch in Scheiben
schneiden
Petersiliengrün
kleinhacken.
Zwiebeln
kleinhacken.
Wasser
zum Kochen bringen und salzen
Petersilienwurzel,
mit den Fischköpfen/schwänzen in unddas kochende
Wasser geben und bei mäßiger Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Den Schaum nach
Bedarf abschöpfen.
Dann die Fischreste
herausnehmen, entsorgen und die Brühe durch ein Sieb durchseihen.
Die Lorbeerblätter,
zerdrückten Pfefferkörner, Zwiebeln, Karotte,
Lauch, Kartoffeln zur Brühe hinzufügen und weitere 6 Minuten köcheln
lassen.
Jetzt die in Stücke
geschnittenen Fische in die Brühe geben und ca 16 - 18 Minuten köcheln
lassen.
Jetzt noch den Dill
und das feingehackte Petersiliengrün hinzugeben und das ganze mit Salz
noch etwas abschmecken.
Sodann den Topf vom
Herd nehmen und weitere 7 Minuten zugedeckt ziehen lassen - fertig!
Guten Appetit.
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Borschtsch

Zum
Borschtsch läßt
sich folgendes sagen:
Alle ukrainischen Familien kochen den Borschtsch anders. Diese
Kochrezepte werden über Generationen weitergegeben und
ständig in irgendeiner Form verändert.
So bereitet die
Tochter den Borschtsch schon etwas anders zu als ihre
Mutter, und zu der Großmutter bestehen dann schon größere Unterschiede
in der Rezeptur. Fakt ist, das zwischen einzelnen Familien
sehr große Geschmacksunterschiede bestehen können.
Da ist eine
Bandbreite von "schlecht" bis "supergut" ohne
weiteres erreichbar.
Falls jedenfalls
mal ein Besuch anstand, erklangen schon oft von
Bekannten die Worte: "Oh Toll, hoffentlich gibt's da wieder
Borschtsch!".
Das größte
Geheimnis eines guten Borschtsch's ist jedoch, das viele
Zutaten in der Pfanne angebraten/gedünstet werden und nicht, wie
hierzulande angenommen, einfach nur kochen. Der Satz, " Man nehme, tue
hinein, rühre um - fertig!", hat bei der Zubereitung eines
Borschtsch-Eintopfes jedenfalls keine Gültigkeit.
Rezept
- Zutaten für Borschtsch:
500g Rindfleisch
mit Knochen
450g Weißkohl
400g Kartoffeln
(ca. 6 Stück)
100g
Petersilienwurzel (Oder Sellerie)
3 Tomaten
ca. 200g Rote Beete
3 Zwiebeln
1 Karotte
1 - 2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
Essig
Öl zum Braten (Noch
besser Griebenschmalz)
Petersilie
Dill
1 Teel. Zucker
Salz
Schwarzen Pfeffer
1 Lorbeerblatt
Zubereitung:
Fleisch mit kaltem
Wasser waschen und in einem Topf mit 2L kaltem Wasser zum Kochen
bringen.
Den entstehenden
Schaum abschöpfen.
20 Minuten bei
kleiner Flamme köcheln lassen, dann etwas salzen und ca.
40 Minuten weiterköcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.
Fleisch
aus der Brühe entnehmen, vom Knochen lösen und warm stellen.
Den Sud eventuell mit einem Sieb durchseihen.
Die in Scheiben
geschnittenen Zwiebeln in einer Bratpfanne mit Öl (Griebenschmalz)
andünsten und danach zur Seite legen.
Rote Beete in feine
Streifen schneiden oder fein raspeln und mit der
ebenfalls geraspelten Karotte und Petersilienwurzel gut anbraten.
Dann mit etwas
Essig beträufeln, leicht salzen, den Zucker und das
Tomatenmark hinzugeben, dann mit etwas Brühe aus dem Fleischtopf
halbgar dünsten.
Die Kartoffeln in
Stücke und den Weißkohl kleinschneiden, in den wieder zum kochen
gebrachten Fleischsud geben und
10 - 15 Minuten bei
mäßiger Hitze köcheln lassen.
Jetzt die Zwiebeln
mit den schon in der Pfanne fertig gedünsteten Zutaten, (also alles
was sich in der Pfanne befindet, einschließlich Öl), Lorbeerblatt, in
Scheiben geschnittenen Tomaten und kleingehacktem Knoblauch mit in den
Topf geben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Jetzt noch 5 - 8
Minuten weiterköcheln.
Dill und Petersilie
feinhacken, beifügen, das Fleisch wieder
miteinbringen und das ganze bei ganz schwacher Hitze (ca.
Esstemperatur) noch 10 - 15 Minuten ruhen lassen.
Wenn die Suppe auf
den Teller kommt, gehört natürlich ein ordentlicher Klacks сметана
(Smetana) dazu.
Ersatzweise könnte
auch eine gute Mayonnaise genommen werden.
Laßt's euch
schmecken!
Anmerkung:
Smetana ist eine
Art saurer Sahne mit ca. 25 - 40% Fett, die in etwa zwischen Schmand
und saurer Sahne liegt.
Gibt es heutzutage
in jeden gutsortierten russischen Supermarkt.
Wer sich ganz viel
Arbeit machen möchte, um den Geschmack nach oben zu
treiben, brät den Weißkohl in einem großen Topf vorher auch noch scharf
an und kippt die Fleischbrühe dann zum Weißkohl anstatt umgekehrt.
Wie eingangs schon
weiter oben erklärt, sind viele Variationen möglich.
Wir haben auch schon gesehen, das die Rote Beete weggelassen wurde; es
schmeckte trotzdem.
Experimentieren Sie
- es macht Spaß!
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Pelmeni

Rezept
- Zutaten für Pelmeni:
400g Mehl
2 Eier
150 ml Wasser
1/2 Teel. Salz
500 Gehacktes, halb
Rind, halb Schwein
2 gehackte
ZwiebelnAus Mehl, Eiern, Wasser und Salz einen glatten Teig kneten
Eiweiß
Pfeffer
Salz
Knoblauch (geht
auch ohne)
Zubereitung
vom
Teig:
Mit dem
Mehl, Eiern, Wasser und Salz einen glatten Teig durch kneten erzeugen.
Dann dünn (ca. 1-2
mm) ausrollen.
Jetzt mit einem
Glas oder ähnlichem mit ca 5cm Durchmesser Teigstücke
ausstechen.
Zubereitung der
Füllung:
Hackfleisch,
Zwiebeln, Knoblauch und einige Esslöffel Wasser (für die
Konsistenz) vermischen, pfeffern und salzen.
Zubereitung der
Pelmeni:
Das fertiggestellte
Gehackte mit einem Teelöffel portionsweise auf die ausgestochenen
Teigplatten legen.
Dann die Ränder mit
Eiweiß bestreichen, den Teig über das Gehackte klappen und
zusammendrücken, am besten mit einer Gabel.
In einem großen
Topf viel Salzwasser zum Kochen bringen, Pelmeni
vorsichtig einbringen und bei schwacher Hitze 10 - 15 Minuten sieden
lassen.
Dann mit einem
Schaumlöffel herausnehmen und sofort servieren. Kalte Pelmeni schmecken
nicht so gut.
Jetzt können
Zutaten über die Pelmeni gegeben werden. Meine persönliche
Beigabe ist Smetana (Schmand) mit etwas Essig und schwarzem Pfeffer.
Andere streuen
Petersilie darüber und übergießen das ganze mit zerlassener Butter.
Lassen sie ihrer
Phantasie beim
Zubereiten der Füllung freien
Lauf.
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