Dazu folgende Geschichte:
Bei einem Besuch um die Mittagszeit im wohl größten überdachten
Kleiderbasar im Zentrum von Kiew, fiel uns ein Stand auf, vor dem
fröhliche Ausgelassenheit herrschte.
Auf den Tresen befand sich eine schon angebrochene Torte, Blinski (eine
Art Pfannekuchen), Salat und Gläser mit Saft, die mit Wodka nachgefüllt
und unter den Kolleginnen und Freundinnen verteilt wurden. Im
Hintergrund schepperte ein wirklich sehr kleines Kofferradio, deren
Batterien am Ende ihrer Kräfte standen, ukrainische Schlager über den
Tresen, vor dem zwei Frauen am tanzen waren.
Auf die Frage was es denn zu feiern gäbe, wurde uns gesagt, das eine
von den Verkäuferinnen Geburtstag hat, aber nicht freibekommen habe.
Deshalb würde jetzt, ebend hier am Arbeitsplatz, mit ihren Bekannten
gefeiert.
Es war schon sehr lustig mit anzusehen, wie gegessen, getanzt und
getrunken wurde, aber gleichzeitig die Waren unbeirrbar von den Frauen
mit Wodkageröteten Wangen und leicht gelöster Zunge weiterhin zum
Verkauf angeboten wurden.
Nachdem wir in den Genuß von je einem Wodka und einem kleinen Tänzchen
gekommen waren, mußten wir uns leider verabschieden, weil wir den Tag
anders geplant hatten .