Die Straße Kreschatik in Kiew
Der Boulevard
Kreschatik mir seinen vielen Kastanienbäumen, die wohl bekannteste
Straße Kiews, verläuft vom Besarabischen Markt bis zum Europaplatz, wo
sich auch das Haus der Ukraine und die Philharmonie befindet.
Das Gelände des Kreschatik war noch im 17. Jahrhundert ein Tal mit
einem Fluss, umgeben von Wäldern, durch das ein wichtiger Handelsweg
führte.
Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Gebäude an der Straße
erstellt und 1805 wurde dort das erste Theater Kiews erbaut.
Seine entgültige Form erhielt der Kreschatik ca. 1837, an dem sich
viele wichtige Gebäude wie Banken, Handelshäuser, elegante Restaurants
und Hotels befanden.
Das Erscheinungsbild der Kreschatikstraße veränderte sich jedoch im
Laufe der Zeit. Neben den schönen Steinhäusern säumten nun auch
Reetdach- und Ton/Lehm vermauerte Häuser den Straßenrand.
Der Zustand der Straße war derart schlecht, das Menschen niederen
Standes, z.B. Bettler, die Wohlhabenen gegen ein Entgeld von der einen
Straßenseite zur anderen transportieren konnten.
Diese Situation änderte sich mit Einführung der Kanalisation und der
Pflasterung mit Granitsteinen.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kreschatik zum wichtigstem
Weg in Kiew, der durch die Errichtung von neuen Handelshäusern,
Denkmalen und Straßenlaternen sehr modern wirkte.
Auch die erste Straßenbahn des Landes verlief auf dem Kreschatik.
Während des ersten und zweiten Weltkrieges wurde die Straße schwer
beschädigt und teilweise sogar ganz zerstört. 1943, unmittelbar nach
der Befreiung Kiews, begann der Wiederaufbau. Die Straße wurde breiter
und höher angelegt und die Gebäude harmonieren mit der Umgebung und
beeindrucken als einheitliches Ganzes.
Heute zählt der Kreschatik aufgrund seiner charmanten Atmosphäre zu den
meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Kiew.
Die Straße wird jeden Samstag und Sonntag auf einer weiten
Strecke für den Verkehr gesperrt.
Hier wird zu einer
Rapmusik getanzt.
Dorthin kann sich dann
jeder begeben und seine Künste, ob nun Straßentheater, musizieren oder
Pantomime etc., vorführen.
Diese Aufnahmen wurden am Nachmittag erstellt; am Abend ist dann aber
richtig was los.
Dieser alte Mann versucht
kleine,
selbstgemalte
Heiligenbilder zu
verkaufen, indem er mit
klassischer Musik
auf sich aufmerksam macht.
Wie er allerdings sein altes
Grammophon
elektrifiziert hat, ist
mir bis heute ein
Rätsel.

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